Shopware 6 Wunschliste einrichten: Aktivieren, gestalten und mehr Verkäufe erzielen

Das Herz-Symbol im Shop ist mehr als Deko. Wir zeigen, wie Sie in Shopware 6 die Wunschliste einrichten, für Gäste nutzbar machen und für Ihr Marketing einsetzen.

Shopware 6 Wunschliste einrichten: Aktivieren, gestalten und mehr Verkäufe erzielen Shopware · Shopware 6 Wunschliste einrichten: Aktivieren, gestalten und
Das Herz-Symbol im Shop ist mehr als Deko. Wir zeigen, wie Sie in Shopware 6 die Wunschliste einrichten, für Gäste nutzbar machen und für Ihr Marketing einsetzen.

Stellen Sie sich vor, Sie bummeln durch ein Kaufhaus. Ein Paar Schuhe gefällt Ihnen, aber Sie wollen noch kurz schauen, was es sonst gibt. Im Laden legen Sie die Schuhe vielleicht an die Kasse und holen sie später ab. Im Onlineshop gibt es dafür die Wunschliste. Ein Klick auf das Herz, und das Produkt ist gemerkt.

Wer in Shopware 6 die Wunschliste einrichten will, merkt schnell: Die Funktion steckt im Standard, ist aber nicht überall von Anfang an sichtbar. Dazu kommen Stolpersteine, etwa das Cookie für Gäste oder das Design des Herzens. Dieser Beitrag nimmt Sie an die Hand und erklärt alles in einfachen Worten.

Sie erfahren, was die Wunschliste in Shopware 6 kann und was nicht, wie Sie sie aktivieren, warum Gäste ein Cookie brauchen, wie Sie das Aussehen anpassen und wie Sie die Liste für mehr Umsatz nutzen. Dazu gibt es Fehlerlösungen und eine Checkliste für Ihren Test.

Eine Wunschliste ist ein unterschätztes Werkzeug. Sie zeigt Ihnen, welche Produkte Menschen interessieren, und sie gibt Ihnen einen guten Grund, Kund:innen später wieder anzusprechen.

Was die Wunschliste in Shopware 6 kann

Die Wunschliste ist eine Merkliste. Besucher:innen speichern Produkte, die sie später ansehen oder kaufen möchten. Das Herz-Symbol erscheint standardmäßig in der Produktbox in Listen und auf der Produktseite. Ein Klick fügt das Produkt hinzu, ein zweiter entfernt es wieder.

Was die Standardfunktion von Shopware 6 bietet:

  • Eine einzelne Liste pro Kundin oder Kunde

  • Herz-Symbol an Produktboxen und Produktseite

  • Eine eigene Seite, auf der alle gemerkten Produkte stehen

  • Direkt in den Warenkorb legen aus der Liste heraus

  • Speicherung für eingeloggte Kund:innen im Kundenkonto

Was sie nicht kann: mehrere Listen anlegen, Listen teilen oder per E-Mail verschicken, Preisalarm oder Erinnerungs-Mails. Dafür gibt es Erweiterungen im Shopware Store. Doch bevor Sie Geld ausgeben, lohnt sich der Blick auf das, was der Standard schon leistet. Für viele Shops reicht er völlig aus.

Wichtig für Ihre Planung: Die Wunschliste ist ein Komfort-Werkzeug, kein Verkaufsabschluss. Menschen, die ein Produkt merken, kaufen nicht automatisch. Aber sie zeigen Interesse, und das ist ein guter Anfang.

Shopware 6 Wunschliste einrichten: Aktivieren in drei Schritten

Die Einrichtung ist kurz. Die genauen Bezeichnungen können je nach Shopware-Version leicht abweichen, deshalb prüfen Sie die Menüs in Ihrem Admin.

Schritt 1: Funktion aktivieren. Öffnen Sie im Admin die Einstellungen für den Shop. Dort finden Sie in den Warenkorb- bzw. Kundeneinstellungen den Schalter für die Wunschliste. Aktivieren Sie ihn und speichern Sie. Ohne diesen Schalter erscheint das Herz nicht.

Schritt 2: Cookie prüfen. Gäste, die nicht eingeloggt sind, brauchen ein Cookie, damit sich ihre Liste im Browser merkt. Dieses Cookie finden Sie im Cookie-Manager unter den Komfortfunktionen. Lehnen Besucher:innen es ab, funktioniert die Liste für sie nicht. Mehr zur Einwilligung lesen Sie in unserem Beitrag zur DSGVO-konformen Cookie-Einwilligung.

Schritt 3: Testen. Rufen Sie Ihren Shop in einem privaten Browserfenster auf. Klicken Sie auf das Herz eines Produkts. Es sollte ein Hinweis oder eine Cookie-Abfrage erscheinen. Loggen Sie sich dann als Testkunde ein, merken Sie ein Produkt und öffnen Sie die Wunschliste über das Kundenkonto.

Nach dem Test prüfen Sie auch das Handy. Ein Herz, das auf dem Smartphone zu klein ist, wird kaum angetippt.

3D-Illustration einer Produktkarte mit leuchtendem Herz in der Ecke und einem eingeschalteten Schalter
Ein Schalter im Admin, und das Herz erscheint an jeder Produktbox.

Gäste, Kundenkonto und Datenschutz

Die Wunschliste verhält sich anders, je nachdem, ob jemand eingeloggt ist.

Eingeloggte Kund:innen: Die Liste liegt im Kundenkonto. Sie ist auf jedem Gerät sichtbar, sobald man sich anmeldet. Das ist praktisch, denn wer am Handy etwas merkt, findet es am Laptop wieder.

Gäste: Die Liste wird im Browser gespeichert. Sie funktioniert nur, wenn das passende Cookie erlaubt ist. Wechselt jemand das Gerät oder löscht die Cookies, ist die Liste weg.

Daraus folgt ein cleverer Hinweis für Ihr Marketing: Sagen Sie Gästen offen, dass sich ein Konto lohnt. Ein kurzer Text wie „Mit einem Kundenkonto finden Sie Ihre Wunschliste überall" bringt oft Registrierungen. Wie Sie das Konto selbst attraktiv machen, lesen Sie im Beitrag zum Kundenkonto-Bereich.

Datenschutz: Die Wunschliste verarbeitet Daten. Bei Gästen geschieht das lokal im Browser, bei Kund:innen in Ihrer Datenbank. Erwähnen Sie die Funktion in Ihrer Datenschutzerklärung und lassen Sie diese von einer fachkundigen Stelle prüfen. Das ist keine Rechtsberatung, sondern ein Hinweis aus der Praxis.

Kleiner Praxis-Tipp: Erklären Sie im Cookie-Banner verständlich, wofür die Komfortfunktionen da sind. Je klarer der Text, desto häufiger stimmen Besucher:innen zu.

Design: Das Herz im Shop gut sichtbar machen

Ein Herz, das niemand findet, bringt nichts. Prüfen Sie deshalb, wie es bei Ihnen aussieht.

Worauf Sie achten sollten:

  • Größe und Kontrast: Das Herz muss auf hellen und dunklen Produktbildern erkennbar sein.

  • Tippfläche am Handy: Mindestens etwa 44 mal 44 Pixel sind ein guter Richtwert.

  • Position: Oben rechts im Produktbild ist üblich und wird erwartet.

  • Rückmeldung: Nach dem Klick sollte das Herz die Farbe ändern, damit man den Erfolg sieht.

  • Ausrichtung des Icons: In Shopware sitzt das Icon durch die Standard-Styles manchmal etwas zu tief. Prüfen Sie im Browser, ob das Symbol mittig im Kreis steht.

Für Änderungen am Aussehen arbeiten Sie im Theme. Dort überschreiben Sie das Twig-Template der Produktbox oder ergänzen SCSS. Verändern Sie dabei nie den Shopware-Kern, denn Updates würden Ihre Arbeit überschreiben. Wie ein eigenes Theme aufgebaut wird, steht im Beitrag Shopware-Theme erstellen lassen.

Ein weiterer Gedanke: Die Wunschliste-Seite selbst ist leicht zu vergessen. Gestalten Sie sie freundlich. Zeigen Sie Bild, Name, Preis und einen klaren Button „In den Warenkorb". Eine leere Liste bekommt einen kurzen Hinweistext und Links zu beliebten Kategorien.

Mit der Wunschliste mehr verkaufen

Die Liste ist nur dann nützlich, wenn sie zu Käufen führt. Hier einige einfache Ideen, die ohne großen Aufwand funktionieren.

Idee 1: Hinweise im Konto. Erinnern Sie Eingeloggte im Kundenkonto an ihre Liste. Ein kleiner Link in der Kopfzeile mit der Anzahl gemerkter Produkte reicht schon.

Idee 2: Newsletter. Fragen Sie, ob Sie bei Preisänderungen oder Verfügbarkeit informieren dürfen. Das geht mit einer passenden Erweiterung und einer sauberen Einwilligung. Beachten Sie die Regeln aus dem Beitrag zum Newsletter mit Double-Opt-in.

Idee 3: Aktionen planen. Zeigt Ihre Auswertung, dass bestimmte Produkte oft gemerkt werden, passen sie gut für Rabattaktionen. Mehr dazu in Gutscheine und Rabattaktionen.

Idee 4: Produktseiten verbessern. Werden Produkte oft gemerkt, aber selten gekauft, stimmt etwas nicht. Vielleicht fehlt eine klare Größentabelle, gute Bilder oder ein fairer Preis. Tipps finden Sie unter Produktseiten optimieren.

Idee 5: Kundenbindung. Die Wunschliste ist ein sanftes Mittel, Menschen zurückzuholen. Sie passt gut in eine Strategie zur Kundenbindung im Onlineshop.

Ein Beispiel: Eine Händlerin für Kerzen merkt, dass ein Duft häufig gemerkt, aber selten gekauft wird. Sie verschickt eine Mail mit einem kleinen Rabatt an alle, die ihn gemerkt haben. Der Duft wird zum Bestseller. Das klappt nur, wenn die Daten sauber erhoben und rechtlich in Ordnung sind.

3D-Illustration einer Listenkarte mit mehreren gemerkten Produktwürfeln und einem Warenkorb-Symbol
Aus gemerkten Produkten werden Käufe, wenn der Weg zurück in den Warenkorb kurz ist.

Häufige Fehler und Fragen rund um die Wunschliste

Wenn etwas nicht funktioniert, liegt es meist an einem dieser Punkte.

Das Herz erscheint nicht. Meist ist der Schalter nicht aktiv oder ein eigenes Theme überschreibt die Produktbox ohne den Wunschlisten-Block. Prüfen Sie beides.

Gäste können nichts merken. Das Cookie für die Komfortfunktionen ist nicht erlaubt oder im Banner nicht sauber eingerichtet. Testen Sie mit einem frischen Browser.

Die Liste ist leer, obwohl gemerkt wurde. Bei Gästen wurden vermutlich Cookies gelöscht oder das Gerät gewechselt. Bei Eingeloggten kann ein Cache schuld sein. Leeren Sie den Shop-Cache und testen Sie erneut.

Das Icon sitzt schief. Das ist ein Gestaltungsproblem im Theme. Richten Sie das Icon im SCSS aus und prüfen Sie es auf allen Geräten.

Produkte verschwinden aus der Liste. Sind Produkte nicht mehr verfügbar oder deaktiviert, zeigt die Liste sie nicht mehr. Das ist normal, kann aber verwirren.

Bonus: Leistung im Blick behalten. Die Wunschliste lädt Daten nach. Prüfen Sie nach der Einrichtung die Ladezeit. Tipps dazu stehen in Shopware Performance optimieren.

Bonus: Checkliste für Ihren Test.

  • Schalter im Admin aktiv

  • Cookie für Gäste im Banner vorhanden

  • Herz auf Listen und Produktseite sichtbar

  • Klick ändert die Farbe

  • Liste zeigt Bild, Preis und Warenkorb-Button

  • Test auf Handy und Desktop

  • Datenschutzerklärung ergänzt

Bonus: Wann sich ein Plugin lohnt. Brauchen Sie mehrere Listen, Teilen per Link oder Erinnerungen, kann eine Erweiterung sinnvoll sein. Prüfen Sie vorher Kompatibilität, Bewertungen und die Pflege des Anbieters. Wir helfen bei der Auswahl und beim Einbau, sodass sich das Plugin sauber in Ihr Theme einfügt.

Bonus: Die Liste im Blick der Zahlen. Legen Sie fest, woran Sie den Erfolg messen. Gute Kennzahlen sind die Zahl der gemerkten Produkte pro Woche, der Anteil der Käufe aus der Liste und die Anzahl neuer Kundenkonten, die nach dem Merken entstehen. Schauen Sie einmal im Monat darauf. Steigt die Zahl der Merker, aber nicht die der Käufe, lohnt sich ein Blick auf Preise und Produktseiten.

Bonus: Mobile zuerst denken. Die meisten Menschen stöbern am Handy. Testen Sie deshalb alles mit dem Daumen: Ist das Herz leicht zu treffen? Öffnet sich die Liste schnell? Ist der Button zum Warenkorb groß genug? Kleine Verbesserungen an diesen Stellen bringen oft mehr als große Funktionen.

Bonus: Barrierefreiheit nicht vergessen. Das Herz ist ein Button, und Button brauchen einen verständlichen Namen. Menschen, die einen Screenreader nutzen, hören sonst nur „Button". Sorgen Sie dafür, dass ein Text wie „Zur Wunschliste hinzufügen" hinterlegt ist, und dass sich der Zustand nach dem Klick ändert. Auch die Tastaturbedienung sollte funktionieren. Mehr dazu im Beitrag zur Barrierefreiheit in Shopware. Das ist nicht nur freundlich, sondern wird für viele Shops auch rechtlich wichtig.

Bonus: Ein Beispiel aus dem Alltag. Stellen Sie sich eine Familie vor, die ein neues Sofa sucht. Sie stöbern abends am Handy, merken drei Modelle und besprechen sie am Wochenende. Ohne Wunschliste müssten sie die Seiten aus dem Verlauf suchen oder Screenshots machen. Mit Wunschliste sind alle drei Modelle mit einem Klick wieder da. Der Kauf passiert vielleicht erst Tage später, aber er passiert bei Ihnen, weil es einfach war.

Bonus: Texte und Hinweise. Kleine Worte machen viel aus. Statt „Wunschliste ist leer" schreiben Sie lieber: „Hier landet alles, was Ihnen gefällt. Tippen Sie auf das Herz, um etwas zu merken." Danach folgen zwei, drei Links zu beliebten Kategorien. Diese Mikrotexte kosten kaum Zeit, wirken aber freundlich und führen weiter in den Shop.

Bonus: Wunschliste und Warenkorb sauber trennen. Manche Besucher:innen verwechseln beides. Der Warenkorb ist für den Kauf jetzt, die Wunschliste für später. Machen Sie den Unterschied durch Symbol und Beschriftung klar. Ein Herz für die Liste, ein Korb für den Kauf. Prüfen Sie außerdem, dass der Button „In den Warenkorb" in der Wunschliste auch bei Produkten mit Varianten funktioniert, zum Beispiel bei Größen oder Farben. Wie Varianten aufgebaut sind, steht im Beitrag Produktvarianten anlegen.

Bonus: Schritt für Schritt zum guten Start. Wenn Sie ganz neu anfangen, gehen Sie in dieser Reihenfolge vor: Erst aktivieren und testen, dann das Design prüfen, danach Texte und Cookie-Hinweis schärfen, zuletzt messen. Wer alles auf einmal ändert, weiß am Ende nicht, was gewirkt hat. Planen Sie für den ganzen Ablauf einen halben Tag ein, und lassen Sie eine zweite Person gegenlesen. Vier Augen sehen auch hier mehr als zwei.

Wer in Shopware 6 die Wunschliste einrichten möchte, braucht wenig Aufwand: Schalter aktivieren, Cookie für Gäste prüfen, Design sauber anpassen und gründlich testen. Danach lässt sich die Liste für Kundenbindung, Newsletter und Aktionen nutzen. Wichtig ist, dass Funktion, Datenschutz und Aussehen zusammenpassen. Wenn Sie dabei Unterstützung wünschen, setzen wir die Wunschliste in Ihrem Shop um, vom Theme bis zum Test.

Merken, zurückkommen, kaufen

Wunschliste in Ihrem Shopware-Shop sauber einrichten lassen

Wir aktivieren die Funktion, gestalten das Herz passend zu Ihrer Marke und testen alles auf Handy und Desktop.

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Häufige Fragen zur Wunschliste in Shopware 6

Wo aktiviere ich die Wunschliste in Shopware 6?

In den Shop-Einstellungen, im Bereich Warenkorb bzw. Kunden, gibt es einen Schalter für die Wunschliste. Die genaue Bezeichnung hängt von Ihrer Version ab.

Brauchen Gäste ein Cookie für die Wunschliste?

Ja. Das passende Cookie liegt in den Komfortfunktionen des Cookie-Managers. Ohne Zustimmung können Gäste keine Liste speichern.

Kann ich mehrere Wunschlisten oder das Teilen per Link anbieten?

Nicht im Standard. Dafür gibt es Erweiterungen im Shopware Store. Prüfen Sie vorher, ob das Plugin zu Ihrer Version passt.

Wie ändere ich das Aussehen des Herzens?

Über das Theme, mit eigenem SCSS und gegebenenfalls einem überschriebenen Twig-Template. Den Shopware-Kern sollten Sie nicht verändern.

Sehe ich, welche Produkte oft gemerkt werden?

Im Standard gibt es keine fertige Auswertung. Mit einer Erweiterung oder einer kleinen Individualentwicklung lässt sich das aber auswerten.

Ist die Wunschliste datenschutzrechtlich ein Problem?

Sie verarbeitet Daten und gehört deshalb in Ihre Datenschutzerklärung. Lassen Sie diese von einer fachkundigen Stelle prüfen.

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CR
Autor · Gründer · COOKIE Design

Christoph Rellecke

Zertifiziert von shopware
  • Certified Solution Architect
  • Certified App Developer
  • Certified Frontend Developer
  • Certified Frontend Developer Intermediate
  • Certified Backend Developer
  • Certified Backend Developer Intermediate
  • Certified DevOps Engineer
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