Shopware Zahlungsarten einrichten: Die wichtigsten Payment-Methoden im Überblick

Shopware Zahlungsarten einrichten, einfach erklärt: Welche Payment-Methoden in Deutschland zählen, wie Sie sie einrichten und welcher Anbieter passt.

Shopware Zahlungsarten einrichten: Die wichtigsten Payment-Methoden im Überblick Shopware Zahlungsarten · Payment-Methoden im Überblick
Die richtigen Zahlungsarten senken Kaufabbrüche im letzten Schritt vor dem Kauf.

Auf den Punkt: Die richtigen Zahlungsarten entscheiden mit darüber, ob ein Kunde kauft oder abbricht. Wer seine gewohnte Zahlart nicht findet, springt oft ab. In diesem Beitrag zeigen wir, welche Zahlungsarten in Deutschland wirklich zählen, wie Sie sie in Shopware einrichten und welche Anbieter dahinterstecken, einfach erklärt und mit klaren Empfehlungen.

Stellen Sie sich eine Kasse im Laden vor, an der nur Bargeld angenommen wird. Wer nur Karte dabei hat, lässt den vollen Einkaufswagen stehen und geht. Genau das passiert im Onlineshop, wenn die passende Zahlungsart fehlt. Der Kunde hat sich entschieden, will zahlen, und scheitert am letzten Schritt.

Im Internet ist dieser Moment besonders heikel, denn die nächste Alternative ist nur einen Klick entfernt. Deshalb lohnt es sich, die Zahlungsarten ernst zu nehmen. Schauen wir uns an, welche Sie anbieten sollten und wie das in Shopware geht.

Warum die richtigen Zahlungsarten über den Umsatz entscheiden

Die Zahlungsseite ist der letzte Schritt vor dem Kauf, und genau dort entscheidet sich, ob aus dem vollen Warenkorb ein Verkauf wird. Drei Dinge machen die Zahlungsarten so wichtig:

  • Gewohnheit: Menschen zahlen am liebsten so, wie sie es gewohnt sind. Fehlt die vertraute Methode, fühlt sich der Kauf unsicher an.

  • Vertrauen: Bekannte Zahlungsanbieter wie PayPal geben dem Kunden ein gutes Gefühl, gerade in einem Shop, den er noch nicht kennt.

  • Bequemlichkeit: Je schneller und einfacher das Bezahlen, desto weniger Käufer springen ab. Ein Bezahlen mit zwei Klicks schlägt das Eintippen langer Kartennummern.

Fehlende oder umständliche Zahlungsarten sind einer der häufigsten Gründe für Kaufabbrüche. Wie Sie diese Abbrüche insgesamt senken, lesen Sie in Checkout-Abbrüche reduzieren. Die Zahlungsarten sind dabei einer der stärksten Hebel.

Die wichtigsten Zahlungsarten in Deutschland

In Deutschland gibt es klare Favoriten. Diese Methoden sollten Sie kennen und je nach Shop anbieten:

  • PayPal: Der Liebling vieler deutscher Käufer. Schnell, bekannt und vertrauenswürdig. Für die meisten Shops ein Muss.

  • Kauf auf Rechnung: In Deutschland extrem beliebt, weil der Kunde erst nach Erhalt der Ware zahlt. Senkt die Hemmschwelle stark, bringt aber ein Ausfallrisiko, das spezielle Anbieter absichern.

  • Kreditkarte: Wichtig vor allem für internationale Kunden und höhere Beträge.

  • Lastschrift (SEPA): Bequem für Stammkunden, die regelmäßig kaufen.

  • Klarna: Bündelt Rechnung, Ratenkauf und Sofortzahlung in einem und ist bei jüngeren Käufern beliebt.

  • Apple Pay und Google Pay: Auf dem Handy ein riesiger Vorteil, weil der Kunde mit Fingerabdruck oder Gesicht in Sekunden zahlt.

Sie müssen nicht alle anbieten. Aber die Faustregel lautet: PayPal, eine Kartenzahlung und der Kauf auf Rechnung decken den Großteil der deutschen Kunden ab. Auf dem Handy gehören Apple Pay und Google Pay heute dazu.

Shopware-Checkout auf dem Smartphone mit Auswahl mehrerer Zahlungsarten wie Kreditkarte, Kauf auf Rechnung, Lastschrift und mobilem Bezahlen
Im Checkout wählt der Kunde aus den angebotenen Zahlungsarten die vertraute aus.

Zahlungsarten in Shopware einrichten

In Shopware sind Zahlungsarten schnell eingerichtet. So gehen Sie vor:

  1. Plugin installieren: Für die meisten Anbieter (zum Beispiel PayPal oder Mollie) gibt es ein Plugin im Shopware-Store. Sie laden es unter „Erweiterungen" und aktivieren es. PayPal ist in Shopware oft schon eingebaut.

  2. Konto verbinden: Sie hinterlegen die Zugangsdaten Ihres Zahlungsanbieters, meist über sogenannte API-Schlüssel, die Sie im Konto des Anbieters finden.

  3. Zahlungsarten aktivieren: Unter „Einstellungen", „Shop", „Zahlungsarten" sehen Sie alle verfügbaren Methoden. Hier schalten Sie die gewünschten frei.

  4. Dem Verkaufskanal zuordnen: Damit eine Zahlungsart im Shop erscheint, weisen Sie sie Ihrem Verkaufskanal zu. Nur zugeordnete Methoden sieht der Kunde im Checkout.

  5. Im Testmodus prüfen: Die meisten Anbieter haben einen Testmodus. Führen Sie einen Probekauf durch, bevor Sie live gehen, damit am ersten echten Kunden nichts schiefgeht.

Der wichtigste Schritt, den viele vergessen, ist die Zuordnung zum Verkaufskanal. Eine aktivierte Zahlungsart erscheint erst dann im Checkout, wenn sie auch dem richtigen Kanal zugewiesen ist.

Payment-Anbieter und Plugins im Überblick

Hinter den Zahlungsarten stehen sogenannte Payment-Anbieter (Zahlungsdienstleister). Sie wickeln das Geld sicher ab. Die wichtigsten für Shopware:

  • PayPal: In Shopware tief integriert. Bietet neben PayPal auch Kreditkarte, Lastschrift und teils Kauf auf Rechnung über eine einzige Anbindung.

  • Mollie: Sehr beliebt, weil viele Zahlungsarten über einen Anbieter laufen und die Einrichtung einfach ist.

  • Stripe: Stark bei Kartenzahlungen und international, mit moderner Technik.

  • PAYONE und Computop: Etablierte deutsche Anbieter, oft im größeren Handel und im B2B.

  • Klarna: Spezialist für Rechnung und Ratenkauf, mit Übernahme des Ausfallrisikos.

Der große Vorteil moderner Anbieter wie Mollie oder PayPal: Sie bündeln viele Zahlungsarten. Statt fünf einzelne Verträge schließen Sie einen und bieten trotzdem PayPal, Karte, Lastschrift und mehr an. Das spart Aufwand und vereinfacht die Abrechnung.

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Zahlungsarten-Check anfragen

Welche Zahlungsarten für welchen Shop?

Nicht jeder Shop braucht dasselbe. Welche Methoden sich lohnen, hängt von Ihren Kunden ab.

  • Shops für Endkunden (B2C): PayPal, Kreditkarte, Kauf auf Rechnung und auf dem Handy Apple Pay und Google Pay. Klarna lohnt sich bei jüngerer Zielgruppe und höheren Warenkörben.

  • Shops für Geschäftskunden (B2B): Hier ist der Kauf auf Rechnung fast Pflicht, oft mit Zahlungsziel. Lastschrift und Kreditkarte ergänzen. Mehr zum Geschäftskunden-Handel in B2B-Onlineshop erstellen.

  • Internationale Shops: Kreditkarte und PayPal sind weltweit verständlich. Je nach Land kommen lokale Methoden dazu.

Der Trick ist, nicht alles anzubieten, sondern das Richtige. Zu viele Zahlungsarten überfordern den Kunden im Checkout. Drei bis fünf gut gewählte Methoden, die zu Ihrer Zielgruppe passen, schlagen zehn beliebige.

Vorkasse und Nachnahme: lohnt sich das noch?

Zwei ältere Zahlungsarten begegnen uns immer wieder: Vorkasse und Nachnahme. Beide haben ihre Berechtigung, aber auch klare Grenzen.

  • Vorkasse (Überweisung im Voraus): Für Sie sicher, denn das Geld ist da, bevor die Ware rausgeht. Für den Kunden aber unbequem, weil er warten und selbst überweisen muss. Als einzige Zahlart verschenken Sie damit viele Käufer. Als Ergänzung für vorsichtige Kunden ist sie in Ordnung.

  • Nachnahme (Zahlung bei Lieferung): Der Kunde zahlt dem Boten an der Tür. Das ist teuer, umständlich und heute kaum noch gefragt. In den meisten Shops können Sie darauf verzichten.

Unser Rat: Bieten Sie Vorkasse ruhig als zusätzliche Option an, aber niemals als einzige. Auf Nachnahme können die meisten Shops ganz verzichten. Wichtiger ist, die beliebten Methoden wie PayPal und Kauf auf Rechnung gut sichtbar zu machen. Die alten Methoden sind ein Sicherheitsnetz, kein Aushängeschild.

Gebühren verstehen

Jede Zahlungsart kostet etwas. Das ist normal und sollte Sie nicht abschrecken, aber Sie sollten es kennen. Üblich sind zwei Bestandteile:

  • Eine feste Gebühr pro Bestellung: oft ein kleiner Centbetrag.

  • Ein prozentualer Anteil vom Bestellwert: meist im niedrigen einstelligen Prozentbereich.

Kauf auf Rechnung und Ratenkauf sind in der Regel teurer, weil der Anbieter das Ausfallrisiko übernimmt. PayPal und Karte liegen im mittleren Bereich, Lastschrift ist oft am günstigsten.

Wichtig ist, die Gebühren nicht isoliert zu sehen. Eine etwas teurere Zahlungsart, die deutlich mehr Käufer zum Abschluss bringt, kann sich klar lohnen. Rechnen Sie also nicht nur die Kosten, sondern auch den zusätzlichen Umsatz, den eine beliebte Methode bringt.

Bezahlen der Zukunft: Wallets und Ratenkauf

Das Bezahlen verändert sich, und zwei Entwicklungen sollten Sie kennen, weil sie immer wichtiger werden.

  • Mobile Wallets (Apple Pay, Google Pay): Der Kunde zahlt mit Fingerabdruck oder Gesicht, ohne ein einziges Feld auszufüllen. Auf dem Handy ist das der schnellste Weg zum Kauf und senkt die Abbrüche spürbar. Wer mobil verkauft, sollte sie unbedingt anbieten.

  • Jetzt kaufen, später zahlen (Ratenkauf): Anbieter wie Klarna lassen den Kunden in Raten oder erst nach einigen Wochen zahlen. Bei höheren Warenkörben senkt das die Hemmschwelle deutlich, gerade bei jüngeren Käufern.

Diese Methoden sind kein kurzlebiger Trend, sondern fester Bestandteil des modernen Onlinehandels. Sie müssen nicht jeder Mode folgen, aber wer auf dem Handy verkauft und eine jüngere Zielgruppe hat, lässt ohne Wallets und Ratenkauf Umsatz liegen. Das Gute: Moderne Anbieter wie Mollie oder PayPal bringen diese Methoden oft gleich mit, ohne dass Sie für jede einen eigenen Vertrag brauchen.

Sicherheit und Betrugsschutz

Beim Bezahlen geht es um Geld und um sensible Daten. Deshalb ist Sicherheit Pflicht, nicht Kür. Die gute Nachricht: Die meiste Arbeit nehmen Ihnen die Anbieter ab.

  • Sichere Übertragung (HTTPS): Das Schloss in der Adresszeile ist die Grundlage. Ohne es geht gar nichts.

  • Starke Kundenauthentifizierung: Bei Kartenzahlungen bestätigt der Kunde oft zusätzlich per App oder Code. Das ist gesetzlich vorgeschrieben und schützt vor Missbrauch.

  • Betrugsschutz beim Anbieter: Seriöse Zahlungsdienstleister prüfen verdächtige Bestellungen automatisch und sichern Sie ab.

  • Keine Kartendaten selbst speichern: Die Daten liegen sicher beim Anbieter, nicht in Ihrem Shop. Das schützt Sie und Ihre Kunden.

Wer auf bekannte Anbieter setzt und seinen Shop aktuell hält, ist auf der sicheren Seite. Wie Sie Ihren Shop dauerhaft sicher und gepflegt halten, lesen Sie in Shopware Wartung.

Überblick wichtiger Payment-Anbieter für Shopware, die jeweils mehrere Zahlungsarten in einer einzigen Anbindung bündeln
Moderne Payment-Anbieter bündeln viele Zahlungsarten in einer einzigen Anbindung.

Häufige Fehler bei Zahlungsarten

Diese Fehler kosten direkt Umsatz, und sie sind leicht zu vermeiden:

  • Zu wenige Zahlungsarten: Wer nur Vorkasse anbietet, verliert die meisten Käufer. Vorkasse allein ist heute zu wenig.

  • PayPal fehlt: In Deutschland ein klassischer Fehler. Ohne PayPal springen viele ab.

  • Kein mobiles Bezahlen: Apple Pay und Google Pay fehlen, obwohl die meisten Käufer am Handy unterwegs sind.

  • Zahlungsart nicht dem Verkaufskanal zugeordnet: Aktiviert, aber im Checkout nicht sichtbar. Ein häufiger Stolperstein in Shopware.

  • Kein Testkauf vor dem Start: Fehler fallen erst beim echten Kunden auf, und der ist dann weg.

Gehen Sie die Liste einmal mit Blick auf Ihren eigenen Checkout durch. Oft fehlt nur eine beliebte Methode, und schon steigt die Zahl der abgeschlossenen Käufe spürbar.

Fazit: Bezahlen muss einfach sein

Fassen wir zusammen: Die richtigen Zahlungsarten sind kein Nebenthema, sondern ein direkter Hebel für mehr Umsatz. Wer die vertrauten Methoden seiner Kunden anbietet und das Bezahlen einfach macht, verliert weniger Käufer im letzten Schritt.

Für die meisten deutschen Shops ist die Kombination aus PayPal, Kartenzahlung und Kauf auf Rechnung ein starkes Fundament, ergänzt um Apple Pay und Google Pay fürs Handy. In Shopware sind die Methoden über Plugins schnell eingerichtet, wichtig ist nur die Zuordnung zum Verkaufskanal und ein Testkauf vor dem Start.

Sie sind unsicher, welche Zahlungsarten und welcher Anbieter zu Ihrem Shop passen, oder die Einrichtung macht Probleme? Wir helfen Ihnen, vom passenden Anbieter bis zum reibungslosen Checkout. Wer einen Shop ganz neu plant, findet in Shopware Shop erstellen lassen den passenden Einstieg.

Häufige Fragen: Shopware Zahlungsarten

Welche Zahlungsarten sollte ein Onlineshop in Deutschland anbieten?

Für die meisten deutschen Shops sind PayPal, eine Kartenzahlung und der Kauf auf Rechnung das starke Grundgerüst. Auf dem Handy gehören Apple Pay und Google Pay dazu. Klarna lohnt sich bei jüngerer Zielgruppe und höheren Warenkörben. Drei bis fünf gut gewählte Methoden schlagen zehn beliebige.

Wie richte ich Zahlungsarten in Shopware ein?

Sie installieren das Plugin Ihres Zahlungsanbieters aus dem Shopware-Store, hinterlegen die Zugangsdaten (API-Schlüssel), aktivieren die gewünschten Zahlungsarten unter Einstellungen, Shop, Zahlungsarten und ordnen sie dem Verkaufskanal zu. Vor dem Start machen Sie einen Testkauf im Testmodus des Anbieters.

Warum erscheint meine Zahlungsart nicht im Checkout?

Der häufigste Grund ist, dass die Zahlungsart zwar aktiviert, aber nicht dem Verkaufskanal zugeordnet ist. In Shopware sieht der Kunde nur Methoden, die dem richtigen Kanal zugewiesen wurden. Prüfen Sie auch, ob das Plugin aktiv ist und die Zugangsdaten korrekt hinterlegt sind.

Ist Kauf auf Rechnung in Shopware sinnvoll?

In Deutschland ja, denn der Kauf auf Rechnung ist sehr beliebt und senkt die Hemmschwelle zum Kauf, weil der Kunde erst nach Erhalt der Ware zahlt. Das Ausfallrisiko übernehmen spezielle Anbieter wie Klarna oder PayPal gegen eine etwas höhere Gebühr. Gerade im B2B ist Rechnung fast Pflicht.

Was kosten Zahlungsarten im Onlineshop?

Üblich sind eine kleine feste Gebühr pro Bestellung plus ein prozentualer Anteil vom Bestellwert im niedrigen einstelligen Bereich. Kauf auf Rechnung und Ratenkauf sind teurer, weil der Anbieter das Risiko trägt, Lastschrift ist oft am günstigsten. Wichtig ist, neben den Kosten auch den zusätzlichen Umsatz zu rechnen.

Welcher Payment-Anbieter ist der richtige für Shopware?

Das hängt von Ihrem Shop ab. PayPal ist tief in Shopware integriert und ein guter Start. Mollie ist beliebt, weil viele Methoden über einen Anbieter laufen. Stripe ist stark bei Karten und international. PAYONE und Computop sind etablierte deutsche Anbieter, oft im größeren Handel und B2B. Moderne Anbieter bündeln viele Zahlungsarten in einer Anbindung.

Sind Apple Pay und Google Pay in Shopware möglich?

Ja. Über Anbieter wie PayPal, Mollie oder Stripe lassen sich Apple Pay und Google Pay einbinden. Sie lohnen sich besonders, weil die meisten Kunden am Handy kaufen und dort mit Fingerabdruck oder Gesicht in Sekunden zahlen können. Das senkt die Kaufabbrüche auf dem Smartphone deutlich.

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